
MEHRSEILLÄNGEN
Salzkammergut Trilogie
Salzkammergut
Trilogie
7. September 2024
Kurzfassung: Der heutige Tag zählt auf jeden Fall zu den „Top 3 Kletterabenteuern“.
Langfassung: Wir sind wieder da… Endlich!!
Wo? Kleiner Tipp:
Hier gibt’s standardmäßig immer Frühstück.
Immer noch keine Idee? Okay, letzter Tipp:
Teil 1 der Trilogie: Der Plombergstein
Einen wunderschönen sonnigen guten Morgen aus Sankt Gilgen am Wolfgangsee.
Es ist wahrscheinlich das letzte sommerliche Wochenende heuer. Sagen zumindest die Meteorologen…
Wobei, die wissen ja nicht mal, wie das Wetter vor 3 Tagen war…
Was haben wir also heute vor?
Wir klettern die Route „Haselnuss“.

7 Seillängen, 235 Meter, Schwierigkeitsgrad 6-
Die Zustiege am Plombergstein sind wirklich super. Vorbei am Alpenverein Klettergarten, an den noch zu schweren Routen im Sektor „Salewa“, stehen wir nach ca. 10 Minuten vor der „Haselnuss“.
Warum Haselnuss?? Keine Ahnung!!
Ausrüstung an, Partnercheck und dann kann’s schon losgehen.
Aber das nur, weil Doris vor einer Mehrseillänge schon 3 Tage vorher nicht schlafen kann und alles plant und einteilt. Wer geht was, wer geht wie, wer geht wo und noch ganz viele andere unnütze Sachen.
Also, auf geht’s…
Die Tour ist sehr schön zu klettern. Gleich die erste Seillänge ist eine der schwersten. Nicht gerade optimal zum Aufwärmen, aber wir meistern es trotzdem ganz gut.
Weiter geht’s über schöne Platten und steile Pfeiler. Und das immer mir traumhaften Ausblick…




















Die vierte Seillänge ist die Schlüsselstelle. Eine griff- und trittarme Platte.
Letztes Jahr sind wir die Stelle schon einmal geklettert. Da war sie klatschnass und es war sehr viel Angst dabei.
Heute ist es perfekt. Es macht richtig viel Spaß…
Danach wechselt Doris in den Vorstieg.
Aber irgend etwas scheint ihr nicht zu passen. So gar nicht nämlich…
Nach nur wenigen Metern schießt sie mit dem Funkgerät nach uns. Sie sagt zwar, es war ein Versehen, aber stimmt das??
Die Kletterei macht sie aber richtig gut.
Sie bringt uns nach ca. zweieinhalb Stunden zum letzten Standplatz.
Wir sind am Gipfel des Plombergstein…
völlig erschöpft…
völlig verrückt…
Hier machen wir kurz Pause und gönnen uns ein mittlerweile lauwarmes Red Bull.
Mmmhhhh…
Lange können wir uns aber nicht aufhalten. Wir haben einen straffen Zeitplan.
Es geht ja noch weiter…
Teil 2 der Trilogie: Die Falkensteinwand
Mahlzeit aus Fürberg!
Von hier starten wir in den zweiten Teil.
Aber vorher heißt es noch Parkplatz suchen. Dieses stellt sich als sehr schwieriges Unterfangen heraus. „Haselnuss war leichter“…
Es ist fast unmöglich. Wir bleiben also „irgendwo“ stehen und hoffen, dass wir nicht abgeschleppt werden.
Unser eng getakteter Zeitplan sieht jetzt eine Kaffeepause im Hotel Fürberg vor. Perfekte Idee!
Ja, nur leider sind alle Tische besetzt und wir schauen durch die Finger.
Oder auf den See…
Als kleinen Trost gibt’s im Seebad eine Dose Red Bull, das jetzt schon mehr als lauwarm ist.
Prost und Igitt!
Jetzt aber… Auf zur Falkensteinwand…
Laut Topo sollen wir diese in ca. 20 Minuten erreichen. Und so ist es auch…
Jetzt sind wir also an der Falkensteinwand. Und was machen wir da?
Wir wollen natürlich ganz rauf. Und wie kommen wir rauf?
Richtig! Wir klettern!
„Bergführerkante“ Falkensteinwand
Diese ist der kürzeste Anstieg. Es sind nur 3 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 4+.
Das coole an der Tour ist aber der Spot an sich. Wir klettern direkt über dem Wolfgangsee…
Aber zuerst heißt es Abseilen. Die Route beginnt nämlich direkt am Wasser und wir sind 20 Meter drüber.
In diesem Sinne… Ab geht’s!
Für das, dass wir die Aktion nicht geübt und geplant haben, kommen wir trotzdem alle 3 irgendwie zum Standplatz direkt beim Wasser. Und das Beste ist, dass sogar das Seil trocken geblieben ist.
Echt cool – beziehungsweise echt dry!!
Es ist gerade echt beeindruckend hier. Diese Location ist der Wahnsinn.
Genug geredet, jetzt wird geklettert…




















Immer mehr „Schaulustige“ sind jetzt im Wasser. Ein Boot spielt sogar „I’am from Austria“.
Wahnsinn!! Es ist fast schon a bissl kitschig.
Schade irgendwie, dass es nur 3 Seillängen sind.
Da der Abstieg ziemlich steil und gefährlich ist, entscheiden wir uns wieder fürs Abseilen.
Dabei sind wir schon fast richtige Profis.
Das war jetzt ein besonderes Erlebnis. Mir fehlen fast die Worte…
Nici würd auch gern was sagen, kann aber nicht…
Das war Teil zwei…
Teil 3 der Trilogie: Der Wolfgangsee
Nach den 2 abenteuerlichen Klettertouren, steht jetzt Erholung und Entspannung im Vordergrund.
Auf dem Rückweg von der Falkensteinwand suchen wir uns ein schönes Plätzchen zum Baden.
Schlussendlich sind wir ja am Wolfgangsee.
Von hier aus schwimmen wir nochmal zur Falkensteinwand und schauen uns vom Wasser aus an, was wir da gemacht haben.
Jetzt verstehen wir auch, warum so viel Schaulustige im Wasser waren.
Echt beeindruckend, dass wir da rauf geklettert sind…
Jetzt genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen…
Schön langsam neigt sich der Tag dem Ende hin…
Zum Abschluss fahren wir noch nach Strobl zum Kirchenwirt essen…
Das ist mehr als ein würdiger Abschluss.
Für mich zählt dieser Tag absolut zu den „Top 3 Abenteuern“, die wir je gemacht haben.
Vielleicht sogar Platz 1…
Bis hoffentlich ganz bald hier wieder einmal…
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