SPORTKLETTERN

No Risk – No Fun an der Watsteinwand

No Risk – No Fun

an der

Watsteinwand

1. und 2. März 2025

Hallo!

Heute folgen wir einen Geheimtipp und schauen uns ein neues Klettergebiet an.
Es ist der östlichste Ausläufer der Pyrenäen. Somit haben wir sehr mildes Klima.

Unser einziger Hinweis: Parken an der Bushaltestelle und Richtung Dürnstein über den Bahnübergang…

Jooo… Da kommt aber nix. Gar nix.
Also sind wir mal wieder schon am Zustieg gescheitert.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Telefonjoker war auch klar warum. Falsche Bushaltestelle und falscher Bahnübergang.
Und eigentlich auch falscher Ort.
0 von 3 würd ich sagen…😂

So, jetzt aber…

die Watsteinwand

Ein kurzer geschichtlicher Rückblick

Anno dazumal, so im 16. Jahrhundert ungefähr, waren die Wegfindungen und Zustiege ja doch noch deutlich schwieriger als heute.

Ja wirklich. Auch wenn’s nur schwer vorstellbar ist.

Das große Felsmassiv vor Dürnstein, reichte einst bis zur Donau. Eine Straße war noch nicht vorhanden.
Und so mussten die Einheimischen über die Felsen „waten“, um ins Dorf zu gelangen.

Daher „Watsteinwand…“

Erst danach, so im 19. Jahrhundert, als die „Kletterei“ geboren wurde, sprengten sich die ersten Kletterer das Felsmassiv zurecht und asphaltierten eine Straße.

Der Klettergarten war geboren…

Samstag, 1. März – Watsteinwand

Sektor „Unteres Chaotenwandl“ und „Exzess“

Landschaftlich zählt dieser Klettergarten sicher zu den besten, die wir je in der Wachau besucht haben.
Der Ausblick auf die Donau macht es echt einzigartig.

Und wenn man mal den richtigen Parkplatz und Bahnübergang gefunden hat, ist der Zustieg mit 2 Minuten auch völlig akzeptabel.

Jetzt aber mal zum Wesentlichen: Das Klettern

Was soll ich sagen?? Es ist richtig geil!
Die Routen sind wirklich schön.
Von kurz bis lang, von leicht bis schwer ist hier alles zu finden.

Einziger Wermutstropfen, der Klettergarten ist doch schon ziemlich in die Jahre gekommen und es wurde schon viel herumgebohrt.
So weiß man halt nie genau in welche Route man gerade einsteigt.
Das hat aber auch seinen Reiz irgendwie.

So nach dem Motto: No Risk – No Fun 😉

Apropos Risk… Das ist manchmal ziemlich hoch. Die Abstände der Bohrhaken kann schon mal „Runouts“ von über 3 Metern notwendig machen.
Das ist neu für uns…😱

Sonntag, 2. März – Watsteinwand

Sektor „Chaotenpfeiler“ oder „Grauzone“

…selbst da sind wir uns nicht sicher…

Eigentlich wollten wir heute ja zum Klettergarten „Nasenwand“. Der liegt nur ein paar hundert Meter flussabwärts.

Am Parkplatz stellte sich aber heraus, dass die Sonne dort erst um ca. 13.00 Einzug hält.
Und das wiederum hält uns davon ab, dort zu klettern.

Also wieder Watsteinwand…

Heute sind die Routen richtige Ausdauerhammer. Alle 30 Meter hoch.
Und noch dazu schwieriger als erwartet. Da passt wohl das Topo mal wieder überhaupt nicht.

Zum Schluss treffen wir noch Bekannte aus der Kletterhalle Yspertal, die eine etwas aktuellere Topo haben.

Als wir diese endlich entschlüsseln konnten, wussten wir auch, warum uns hier alles etwas schwerer vorkommt…
Die Aufwärmroute war eine 6a+. Das war letztes Jahr eigentlich der High-End Bereich für uns. 
Heuer wärmen wir damit auf.
Mehr muss ich eigentlich nicht dazu sagen.
Außer… Wir sind sowas von gut drauf.😇

Und wenn das Topo wirklich stimmt, sind wir auch die erste 6c+ am Fels geklettert. 
Man weiß es aber nicht…

Zum Abschluss gibt’s noch zu sagen, dass es Anfang März sehr schwer ist, in der Wachau ein schnelles Achterl zu bekommen. Nein, es ist sogar unmöglich.

Das haben wir dann erst in der „La Strada“ in Petzenkirchen geschafft.

Prost, Mahlzeit! 😉

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